FineArt-Prints --------------- |
Ein neuer Trend entsteht:
Fineart-Digitaldruck mit Inkjet-Pigmenttinten |
Spätestens, seitdem es Inkjet-Drucker gibt, die mit pigmenthaltigen Tinten über viele Jahrzehnte haltbare Digitaldrucke produzieren, erobert sich die Digitalfotografie auch den Kunst- und Kunstgewerbemarkt.
Ausdrucke auf hochwertigen Fineart-Künstlerpapieren mit edlen Oberflächen und hohen Papiergewichten sind ein ideales Medium zum Präsentieren, Ausstellen und Verkaufen digitaler Fotografie. Die lichtstabilen Pigment-Tinten garantieren in Verbindung mit hochwertigen Fineart-Papieren Wertbeständigkeit und Sammlerwert für den Kunsthandel. In Fotoclubs und bei engagierten Amateuren hat das Drucken mit Pigment-Tinte auf edlen Papieren von Intelicoat/Magicleée und Hahnemühle heute bereits Kultstatus - und das ist gut so!
Die Welt der Berufsfotografie
Aber nicht nur die Welt der Amateurfotografie ist heute digital, auch die Berufsfotografie kann sich den Bits und Bytes, Pixeln und Dateien nicht mehr länger entziehen. Und so fotografiert zunehmend auch der Portrait- und Hochzeitsfotograf mit einer digitalen SLR- oder All-in-One Kamera, zumal die neuesten Generationen ausreichend leistungsfähig für hochwertige Aufnahmen im Studio oder on-Location sind.
Während dem digital fotografierenden Foto-Amateur eine - beinahe erdrückende - Vielfalt an Bild-Ausgabemöglichkeiten zur Verfügung steht und er unter diversen Fototerminals, Internet-Clients sowie Thermo- und Inkjet-Home-Printing-Lösungen reichlich wählen kann, sieht die Bild-Ausgabe für den digitalen Foto-Profi bescheiden aus.
Speziell betrachten wollen wir an dieser Stelle deshalb einmal die Berufsfotografen, für die nicht die Bilddatei zur Weitergabe an die Grafiker oder die Druckvorstufe das gewüschte Ziel ist, sondern diejenigen, für die das Bild an sich als hochwertiger Print am Ende aller Arbeit steht und als solches verkauft werden muß.
Digitales Fach-Foto-Finishing hat versagt
Die aktuellen Angebote des Finishings erfüllen vielfach nicht mehr die Anforderungen der digitalen Berufsfotografie: keine individuelle Ausarbeitung (z.B. farbliche Abstimmung von Serien, keine hochwertige Ausarbeitung von Einzelvergrößerungen), keine optimale Belichtung bearbeiteter Bilddateien, keine akzeptable Liefergeschwindigkeit. Nur wenige erste Ansätze weisen hier in die richtige Richtung.
Auch die verfügbaren Home-Printer sind (trotz hervorragender Bildqualität) nur für den privat Gebrauch konzipiert und mit ihren unwirtschaftlich kleinen Tintentanks, der eingeschränkten Auswahl geeigneter Papiere (insbesondere beim Thermotransfer-Verfahren), oder der Formatbegrenzung auf A3+ nicht für die Produktion von Portrait- oder Hochzeitsserien geeignet.
Thema: Haltbarkeit
Ein weiteres unverzichtbares Argument ist die Haltbarkeit der vom Berufsfotografen verkauften Bilder. Der Maßstab dafür: mindestens so lange wie beim herkömmlichen Fotoprint. Dies ist beim Thermotransfer-Druck sicher ausreichend gegeben und auch einige Inkjet-Hersteller garantieren bei ihren Amateurfoto-Druckern, bei der Verwendung ausgewählter Tinten- und Papierkombinationen inzwischen relativ lange Lichtbeständigkeit (50 bis 70 Jahre durch die Verwendung besonderer Fixierstoffe in den Photopapieren) - die in der Fachwelt anerkannte Lösung dieses Problems ist jedoch nur der Druck mit Pigment-Tinten!
Die bei diesen Tinten verwendeten pigmentierten Farben garantieren, anders als bei vielen farbstoffbasierten Tinten grundsätzlich eine besonderes hohe Lebensdauer und Lichtstabilität der Ausdrucke. Ein Beispiel: der internationale Kunstmarkt in dem Fotografie heute einen hohen Stellenwert geniest akzeptiert nur herkömmlich-fotografisch erstellte, oder mit Pigment-Tinten gedruckte künstlerísche Fotografie. Kein Sammler, Galerist oder Museum will für Bilder bezahlen oder mit Bildern handeln, die nicht ausstellungsfähig sind bzw. deren Ausbleichen nach einigen Jahren absehbar ist.
Wie viel Wahrheit verträgt / braucht der Kunde?
Die erste Frage beim Einsatz dieser neuen Technologie lautet: sagt man es ihnen oder nicht? Merken Sie es oder merken Sie es nicht? - die geschätzten Kunden des Portrait- oder Hochzeitsfotografen; dass ihre Bilder nicht mehr fotografisch 'belichtet' sondern hochwertig 'gedruckt' sind? Schwierig, dass dieses neue Thema gleich mit einer moralischen Frage beginnt, aber eigentlich auch nicht unüblich, denn in vielen Gewerken ändern sich beständig Materialien und Verfahren: Fenster sind nicht heute mehr nur aus Holz sondern auch aus Kunststoff, und ähnliche Beispiele gibt es in allen Handwerken.
Die Frage der Qualität
Die Frage der Glaubwürdigkeit wird jedenfalls nicht von der Frage nach der Qualität überdeckt; denn eines steht vorab schon fest: Inkjet-Drucke mit Pigmenttinte sind durchaus mit fotografischen Prints vergleichbar. Die Bild-Ausgabe ist bei der Digitalfotografie ohnehin fast nie ein Qualitätsproblem; eine maßgebliche Rolle spielen viel mehr die technische Qualität der Aufnahme (Auflösung des Kamera CCDs, verwendete Objektive etc.) und natürlich die handwerklichen Fähigkeiten des Fotografen.
Anders herum formuliert: der Kunde erhält aus dem Pigmenttinten-Profi-Inkjet-Drucker ein mit fotografischen Prints nahezu identisches Bildergebnis. Sogar noch mit deutlich besseren haptischen (anfassbaren) Material-Eigenschaften, denn die Auswahl der Bedruckstoffe ist wesentlich größer als bei den klassischen Fotopapieren mit glänzend, seidenmatt oder matt. Bei Pigment-Inkjet reicht die Palette von den Fotopapieren (in unterschiedlichen Materialstärken, Gewichten und Oberflächen) über säuerefreie Edeldruck-Papiere mit hohem Baumwoll-Anteil (z.B. aus der Hahnemühle Digital FineArt Collection oder dem Intelicoat Magicleé Sortiment) bis hin zu Fotoleinen (Canvas) und anderen Spezialmaterialien (Stoffe, Folien, Fahnen, Tapeten etc.)
Peter Walz |

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